Sportlicher Jahresrückblick 2009

Überall erscheinen die Jahresabschlussberichte der persönlichen sportlichen Ergebnisse 2009 wie zum Beispiel hier oder da. Wird Zeit, daß ich ebenfalls ein paar meiner (rad-)sportlichen Höhen und Tiefen beleuchte, damit ich mit neuen Zielen in die nächste Saison starten kann.

Wie schon im Eröffnungsartikel meines Blogs bemängelt, war es nicht das beste Jahr. Mit 1870km ein deutlicher Rückgang zum Vorjahr (2428km). Schau ich auf die Statistik von 2008 stelle ich fest, daß ich damals recht kontinuierlich bereits am Januar Touren gefahren bin. Das war 2009 nicht der Fall. Mangelhafte Zielplanung und offensichtlich mehr Priorität für Uni, Arbeit und die Herzensdame führten zu wesentlich weniger und eher sporadisch und spontan absolvierten Touren. Hier und da wird sicher auch der allseitsbekannte Schweinehund zugeschlagen haben.

Durchs MüglitztalErst im Frühsommer kam etwas Schwung auf, vor allem durch die ersten längeren Touren mit anderen Radkumpanen.

Radtour mit Jens durch WesensteinKonnte meinen Mitbewohner Jens (eigentlich Läufer) überreden, sich endlich wieder einen fahrbaren Untersatz zuzulegen. Ein hübsches gebrauchtes 28″ Tourenrad in orange-blau. Eine (zumindest für mich, da radfahrerbein- und arbeitsgerätetechnisch im Vorteil) entspannte Runde mit ihm führte über Kreischa, Hausdorf nach Wesenstein. Habe selten so viel Prozent Grundlagenausdauer dabei gehabt, allein bin ich immer nicht zu bremsen und fahre vieeeeel zu schnell. Da muss sich was ändern!

Ein lang ersehntes Ereignis im Sommer habe ich leider verpasst. Wie im Vorjahr wollte ich die 125km-Strecke beim 14. Fahrradfest der Sächsischen Zeitung bestreiten. Das Profil sah wahnsinnig gut (= steil ^^ ) aus. Leider musste ich wegen einer ziemlich schlimmen Erkältung den Start sausen lassen, obwohl ich die Teilnahme bereits viele Wochen vorher gebucht hatte. Das ist schon bitter, da freut man sich so lange auf ein Ereigniss und muss dann zu Hause bleiben. Mein anderer Mitbewohner und Tourenkollege Micha, ebenfalls dem Rennrad verfallen musste also allein losradeln, brachte mir aber immerhin meine Medaille mit (die war schließlich bezahlt :D ). Einige Wochen später habe ich mir diese dann auch verdient in dem ich die 85km-Tour im Alleingang abgefahren bin, bei 35°C und Sonnenschein satt. GEIL! Im nachhinein betrachtet die “coolste” Tour des Jahres.

WanderurlaubWanderurlaubWanderurlaubEinen Fahrradurlaub gab es dieses Jahr auch nicht, ein weiterer Grund für die fehlenden Kilometer. Im September fuhr ich stattdessen mit Jens in die Alpen, ins Kleinwalsertal. Ohne Rad, denn wir wollten die Gipfel zu Fuß erklimmen. 10 Tage klassischer Wanderurlaub auf einer gemütlichen Hütte. Immerhin 135 Kilometer und 12.820 Höhenmeter in 32 Stunden auf 9 Touren haben wir absolviert. Es war fantastisch! Danach gab es noch zwei entspannende Tage am Bodensee. Jens hat bereits einen Teil des Wanderurlauberichts mit vielen tollen Bildern in seinem Blog veröffentlicht.

Kurz nach dem Wanderurlaub hatte ich dann endlich auch die Gelegenheit, den Renner ein paar Tage mit in die Hamit, ins Erzgebirge zu nehmen. FichtelbergSchon lang hegte ich das Ziel, den Fichtelberg mit dem Rad zu erklimmen. Obwohl ich nach dem Wanderurlaub radtechnisch eher unvorbereitet war, musste ich es angehen, um nach der bisher eher verkorksten Saison wenigstens ein Ziel erreicht zu haben. Es war eine heftige Tour über 72km und 1200hm. Aber es war herrlich. Sollte ich nochmal in einem extra Artikel würdigen. Dummerweise war genau an diesem Wochenende auch die Heidenau RTF, welche ich wie die Jahre zuvor also verpasste. Damit fehlte eine weitere Rundfahrt.

Abschlussrunde nach PirnaDer Herbst brach herein und mit ihm die ekligen nassen verregneten Tage. Ein Graus für mich als Sommersonnenfahrer und Genießer des “Ullewetters”. Viele Erkältungen machten mir zu schaffen und so kamen bis zum Jahresende kaum noch Touren zusammen.
Immerhin habe ich am 29.12. noch eine würdige kleine Jahresabschlusstour gedreht. 44km bei luftigen 4°C und Sonnenschein, flach nach Pirna und zurück.

Und so schauen die erschreckenden Fakten aus. Vergleich zum Vorjahr und ein Überblick über die Verteilung im Jahr.

Jahresstatistik2009zum Vorjahr
Anzahl Touren43- 18,87%
Gesamtzeit75:24:45 h- 18,97%
Gesamtdistanz1.870,21 km- 23%
Gesamtaufstieg15.982 hm- 13%
ø Tempo24,91 km/h- 4,67%
ø Puls145 p/min- 0,68%
ø Distanz43,49 km- 5,11%
ø Aufstieg371 hm+ 7,23%

Jahresüberblick 2009


So und nun? Jetzt ist eigentlich der Moment, wo man einen Schluss zieht und den Plan für das neue Jahr aufstellt. Gar nicht so leicht! Eines ist jedenfalls klar, es muss sich einiges ändern! Die vielen “Minusse” beim Vorjahresvergleich müssen weg. Mehr Selbstdisziplin, mehr Planung, mehr Kontinuität und im Ergebnis mehr Touren und vor allem mehr Spaß.

Klingt nach einer Herausforderung. Aber das macht ja auch den Reiz aus oder? Tschakkaaa. Details folgen…


 
 
 

Kommentar abgeben: