Fahrradspurvergewaltigung
Die Chemnitzer Straße im Stadtteil Plauen ist eine der wenigen Straßen in Dresden, wo der Radfahrer (zumindest bis zur Hälfte) in den Genuß eines asphaltierten Fahrradstreifens kommen kann, statt wie sonst üblich auf eine, meist gepflasterte, Spur auf dem Bürgersteig verbannt zu werden.
Kürzlich wurde diesem Vergnügen jedoch ein heftiger Patzer verpasst. Auf Höhe der Bamberger Straße gibt es beiderseits Bushaltestellen. Im Haltebereich geht über die Breite der Fahrradspur eine Zickzacklinienmarkierung. Vor einigen Wochen wurden diese entfernt. (Warum auch immer.)
Soweit so gut, aber die Art und Weise wie diese Streifen entfernt wurden, lässt es einem die Sprache verschlagen. Die Streifen wurden aus dem Asphalt rausgefräst. Ziemlich tief sogar. Mindestens einige Zentimeter. Und was ist die Folge? Der ungetrübte Fahrspaß ist dahin, denn die Stücke an den Bushäuschen vorbei ähneln jetzt eher einer Buckelpiste.
Was hat sich die Stadt bitte dabei gedacht? Ganz großes Kino Dresden, ihr habts echt drauf! Vielen Dank.


30. Mai 2010 um 23:05
Tja, so spart Stadt die Vermesserkosten. Je mehr Radfahrer die Ausfräsungen mit der Nase messen, desto genauer wird die Länge der Buckelpiste. Das mittlere Foto sieht aus, als wärst du einer der “Vermesser”. Ich hoffe mal, du bist da nicht langgeschlittert????
30. Mai 2010 um 23:32
Ähm wie? Was? Vermessen? Langschlittern?
Ich hab kein Unfall gebaut wenn du das meinst. SO schlimm ist es auch wieder nicht, aber einfach nur unangenehm zu fahren. So wie fast jeder 50. Meter der “Radwege” in DD.
30. Mai 2010 um 23:47
Vielleicht sollten die Freunde und Helfer mal von P(S)ferden auf Drahtesel umsteigen.
Ich bin auf der Chemnitzer schon ne ganze Weile nicht mehr lang. Finde diesen “Not”Radweg nicht so prickelnd.