Da rollt er wieder
Es gibt noch Kontinuität. Es ist Oktober. Die Heidenaurundfahrt liegt zurück. Und ich bin wieder nicht mitgefahren. Schwamm drüber. Aber der Kilometerzähler erhält stetigen Zuwachs. Bin jetzt bei 1575. Das heißt es fehlen nur noch 425 bis zur 2000-Marke. Drei Monate noch Zeit. Sollte es nicht die ganze Zeit regnen oder schneien, keine unlösbare Aufgabe. Wenngleich es auch nicht die Riesenleistung ist, bin ich immerhin 2007 und 2008 schon 2400 gefahren, und das ohne mein neues tolles Rennrad. Aber nach dem verkorksten Jahr find ich das doch nochmal einen guten Anreiz. Die erste 100-Km-Tour des Jahres war übrigens garnicht mal so schlimm, und dazu war ich auch noch allein unterwegs. Bei Km96 war ich eigentlich schon wieder zu Hause, hab aber noch ein Ründchen gedreht, um den Hunni voll zu machen. Aber da waren noch Reserven. Das macht mir Mut. Nächstes Jahr muss mehr gehen!
Was das Laufen angeht weiß ich nicht so recht. In drei Wochen ist Dresden Marathon. Hatte damit geliebäugelt endlich die HM-Distanz anzugehen oder zumindest nochmal einen 10K hinzulegen. Aber die letzten Läufe waren eher nicht so berauschend. Fühle mich momentan zu Fuß überhauptnicht wohl. Mein Laufstil ist scheinbar total im A… Egal ob es nach 20 Minuten die Muskeln an Fußoberseite/Schienbein sind, die zu verkrampfen scheinen, oder schmerzende Knie nach einem Stündchen. Auch entspannte Joggingrunden sind kein Genuß. Es flutscht einfach nicht. Im Gegenteil. Lieber richtig aufdrehen und irgendeinen Berg hochhetzen. Das fühlt sich besser an, als gemütlich dahinzutraben. Das nervt! Wettkämpfe sollte ich daher für dieses Jahr wohl abhaken und mich eher nochmal auf die Rennradmarke konzentrieren. Dann den Winter über gemütlich angehen lassen und vielleicht wirds nächstes Jahr was. Aber das wird viel Disziplin erfordern… Langsam und kontinuierlich Laufen ist wesentlich herausfordernder, als die Sau rauszulassen und sich auszupowern. Was zugegebener Maßen nach einem langen Tag im Büro eine zu große Versuchung ist.
Mal zu den Chilies. Die Weiße-Fliegen-Pest nimmt böse Ausmaße an. Habe letzte Woche mal wieder einige Tage intensive Neembehandlung versucht, aber so recht wirkt das Zeug nicht. Und die Tipps im Netz kann man auch knicken. Gelbsticker. Na klar. Wenn ich die Wahl habe mir ne lecker Wurst vom Grill zu schnappen, oder nen Abgrund runterzuspringen, was mach ich dann wohl? Die weißen Fliegen lachen sich ins Fäustchen…
Die Habis wachsen trotzdem fröhlich weiter und entwickeln riesige Früchte. Auch die Ancho trägt inzwischen prächtig. Wenigstens etwas :) Bin schon gespannt, wie die schmecken. Meine Bürochili dagegen sieht kläglich aus. Ich sollte sie dringend mal umtopfen, düngen und etwas impfen. Die grüne Hölle wächst jedenfalls beständig weiter. Schön anzusehen :)

