Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben

Zwölf Jahre haben die Fans nach dem dritten Teil „Stirb langsam: Jetzt erst recht“ warten müssen, bis endlich ein neuer Teil in die Kinos kommt.
Aus aktuellem Anlass des fünften Teils habe ich mir „Stirb langsam 4.0“ von 2007 natürlich auch noch einmal reingezogen.

Es ist im Grunde eine Aneinanderreihung von Logikfehlern. Da fragt man sich echt, wie bekloppt jemand sein kann, so ein Drehbuch zu schreiben. Und noch bekloppter, das abzusegnen und umzusetzen, ohne zu bemerken, wie schwachsinnig so manche Szene eigentlich ist.
Aber immerhin ist der Teil knackig, technisch auf dem Stand der Zeit, und durchaus spannend. Aber vor allem strotzt er nur so vor coolen Sprüchen und Situationskomik. Ein typisches Beispiel aus der Kategorie: Hirn aus – Spaß an. Er kommt bei Weitem nicht an die Original Trilogie heran, aber man kann ihn definitiv kucken. Passables Popcornkino! (Wertung 3,5 / 5)

Ganz anders, der neueste Streich aus dem Jahre 2013. „Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben“ vermisst fast alles, was dem vierten Teil noch eine Daseinsberechtigung gegeben hat.
Es dauert erstmal ewig, bis die krampfhaft konstruierte Story überhaupt in Gang kommt, welche mehr schlecht als recht, versucht mit unzähligen Wendungen zu punkten. So richtig passt es auch gar nicht mehr in das klassische Stirb-Langsam-Szenario.
Logikfehler gibts auch hier genug, aber eher in der Ausprägung „wie doof kann man eigentlich sein?“ Selbst mit Hirn aus und Augen zu drücken tut es oftmals weh.
Humoristisch kommt man auch nicht so richtig auf seine Kosten, die coolen Sprüche, ein Markenzeichen der Serie, gehen unter oder wirken zu künstlich. Das Intermezzo von John McClaine und seinem Sohn wirkt über weite Strecken zu aufgesetzt und verkrampft. Und überhaupt, was ist der Typ eigentlich für ein Weichei?
Technisch ist der Teil ebenfalls auf der Höhe der Zeit, aber Kamera und Schnitt sind ein Desaster, zu hohe Brennweite (also zu nah dran und zu kleiner Bildauschnitt) und viel zu schnelle Schnitte verderben den Spaß. Von einigen wirklich grandios inszenzierten Actionszenen bekommt man quasi kaum was richtig zu sehen, weil die Kamera viel zu nah dran ist, viel zu sehr wackelt und viel zu schnell hin und her wechselt. Echt schade! Man fühlt sich schmerzlich an 007 Quantum of Solace erinnert.

War der Trailer noch ein wahrer Augen- und Ohrenschmaus und hat einen großen Appetit auf das neue Abenteuer von John McClaine gemacht, bleibt am Ende des Films eine große Ernüchterung. Hier und da hat der Film zwar seine Momente, aber letztendlich verlässt der Fan das Kino enttäuscht.
Dieser Teil wäre als 0815-Actionstreifen schon kaum einer Erwähnung wert gewesen, für die Stirb Langsam Reihe ist er einfach nur unwürdig. Leider eine Enttäuschung auf der ganzen Linie!

Wertung: 1/5

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