Lebenszeichen

Die ersten 1000 Kilometer auf dem Rennrad sind vollbracht. Aber es ist auch schon August. AUGUST! Kurz und knapp: Dieses Jahr lief bisher nichts wie geplant. Eine verschleppte Erkältung hier. Überlastungserscheinungen in den Schienbeinen da (ja, der Klassiker hat mich schön erwischt). Eine fiese Angina dort. Und da war der Sommer auch schon halb rum und nicht viel geworden. Motivation das ganze Elend hier auch noch zu dokumentieren gabs dann erst recht nicht. Schade eigentlich, denn es gab auch einiges positives zu Berichten.

Chilihärtetest

Habaneros auf der Fensterbank

So sieht es dieser Tage auf meinem Fensterbrett aus. Drei wunderbar gediehene Habaneropflanzen erfreuen sich an der Herbstsonne und tragen herrliche Früchte.

Wetter.com zeigt gerade (22:00Uhr) 5°C. Laut Wetterwarnung soll es heute Nacht örtlich noch bis auf -2°C absinken. Brrrrr. Da wirds doch eng für meine Habaneros, denn unter fünf geht langsam das große Sterben los. Laut eindringlicher Warnung meiner Chili-Lektüre jedenfalls. Thermometer auf dem Fensterbrett zeigt momentan immerhin och 7°C.

Winterchilis

Ich hatte ja im Spätsommer 2009 noch einige Chilipflanzen mit ins Büro genommen. Wir haben dort im zweiten Stock riesengroße Fenster in Westrichtung, also Sonne satt! Da ich für Bekannte kurz zuvor nochmal einige Pflänzchen ausgesät hatte, von denen jetzt noch welche übrig waren, und ich immernoch eine “herrenlose” Habanero aus der Frühjahrsaussaat rumstehen hatte, entschloss ich mich, diese auf die Bürosonnenbank zu verfrachten.

Bürochilis 23.09.2009

Mitte September bot sich noch ein armseliges Bild wie auf nebenstehendem Foto zu sehen. Rechts die Habanero Chocolate, welche den ganzen Sommer in einer dunklen Zimmerecke und viel zu kleinem Töpfchen ein elendes Dasein fristen musste. Hoffentlich bekomm ich keinen Ärger mit Greenpeace xD. In der Mitte eine Habanero Craig’s Double Hot und ganz links eine aus der Thaifamilie (vermute ich, meine Quelle konnte keine Angaben machen).

Nachgekocht: Pasta all’arrabbiata

Heuer hatte ich mal wieder Lust auf Nudeln und habe mich endlich durchgerungen, ein schon lang entdecktes Rezept auszuprobieren. Die Rede ist von “Pasta all’arrabbiata”. Gefunden habe ich das Rezept auf FXcuisine.com. Die erstklassige Bilderdokumentation lies mir schon damals das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Pasta all'arrabbiata by FXcuisine Ich habe eigentlich kaum was verändert. Die Anchovis kamen in Öl aus der Dose. Leider waren gerade keine frischen Kräuter parat, Oregano und Majoran kamen also getrocknet hinzu.

Ergebnis: bin begeistert. Trotz der Einfachheit schmeckt es ausgezeichnet. Vielleicht war die Schokohabanero etwas übertrieben. Das Zuviel an Schärfe wird durch das wunderbare Aroma allerdings mehr als wett gemacht. Der “Trick” mit der Anchovis lohnt. Gibt eine interessante Note, obwohl oder gerade weil man den Fisch nicht rausschmeckt.